Vermögensaufbau - Sparen alleine reicht nicht

Die Wahrscheinlichkeit durch Sparen alleine reich zu werden, ist deutlich geringer, als wenn du dein mühsam erarbeitet und erspartest Geld auch arbeiten lässt. Arbeiten lassen heißt in dem Fall das Geld so anlegen, dass es du eine Rendite bekommst. Sei es durch Zinsen, Dividenden oder Wertsteigerungen

Wie du deine Geld gewinnbringend anlegst, zeige ich dir. Das ist nicht – wie oft vermittelt – den Super-Reichen vorbehalten oder unfassbar kompliziert. Wenn du ein paar Richtlinien befolgst und bereit bist dich einige Stunden damit zu beschäftigen, kannst auch du eine jährliche Rendite von 3-7% auf dein Geld erzielen. 

Der Zinseszinseffekt

Schon Albert Einstein beschrieb den Zinseszinseffekt als mächtigste Kraft im Universum. Der Zinseszins beschreibt die Zinsen, die Anleger auf ihre bereits erhaltenen Zinsen erhalten. Werden Zinsbeträge umgehend reinvestiert kommt es zum Zinseszinseffekt: Das angelegte Kapital wächst schneller, da ausgezahlte Zinsen umgehend wieder verzinst werden. 

Der Zinseszins ist eines der wichtigsten Prinzipien für deinen Vermögensaufbau. Aufgrund seiner Einfachheit wird er dennoch oft unterschätzt. 

Warren Buffett ist US-Investor und einer der reichste Menschen der Welt. Er investiert seit über 70 Jahren in Aktien und ist eine wahre Legende unter Anlegern. Er besitzt aktuell ein Vermögen von über 80 Mrd. US-Dollar. Seine Vermögensentwicklung (Graphik rechts) zeigt aber deutlich, dass sein Vermögen erst in den letzten Jahrzehnten so drastisch gewachsen ist. Genau hier spielt der Zinseszinseffekt sich aus. Desto länger du ihn für dich arbeiten lässt, umso stärker wirkt er. Auch bevor er 47 war hatte er schon ein beträchtliches Vermögen von 19 Millionen. Allerdings ist das im Vergleich zu seinem jetzigen Vermögen so gering, dass es auf dem Diagramm nicht sichtbar ist. 

Auch in der aktuellen Niedrigzinsphase, in der wir uns befinden, ist es noch möglich den Zinseszinseffekt für sich arbeiten zu lassen. Allerdings gibt es zu Aktien kaum Alternativen, die noch attraktive Renditen abwerfen. Durch die Dividenden und Kurssteigerungen lässt sich mit Aktien langfristig eine Rendite zwischen 5% und 7% erzielen

Dass es aber zwischendurch auch kräftig nach unten gehen kann, sehen wir aktuell durch die Auswirkungen de Corona-Crashs. Kurzfristiges Risiko ist der Preis, den ein Anleger für seine Rendite zahlen muss. Langfristig kennen die Aktienmärkte aber nur eine Richtung und zwar nach oben

Warren Buffett (links) mit Barack Obama
Warren Buffetts Vermögensentwicklung nach Alter

Ohne Risiko keine Rendite

Die wenigsten Menschen werden Ihr Geld freiwillig verleihen oder in etwas Investieren, wenn diese Anlage Ihnen keine Rendite einbringt. Wenn du dein Geld verleihst hast du das Risiko, dass du dieses Geld nicht wieder bekommst. Für dieses Risiko möchtest du entschädigt werden. Deshalb muss derjenige, der dein Geld ausleihen möchte, dir einen angemessenen Zins anbieten.

Bei Aktien verleihst du dein Geld nicht, sondern kaufst einen Anteil eines Unternehmens, stellst Ihnen dein Kapital zu Verfügung und wirst im Gegenzug an den Gewinnen des Unternehmens beteiligt. Hier besteht dein Risiko darin, dass das Unternehmen weniger Gewinn als erwartet erzielt oder pleite geht. Im ersten Fall sinkt der Aktienpreis, da ein Aktienpreis immer alle Informationen und Erwartungen über die Entwicklung eines Unternehmens widerspiegelt. Im zweiten Fall verlierst du dein Geld vollständig, da der Anteil eines Unternehmens, das pleite ist, auch nichts mehr wert ist.

Je größer, dass Risiko ist, dass er Gewinn des Unternehmens sinkt, nicht wächst oder ganz ausbleibt, desto günstiger ist eine Aktie im Verhältnis zum aktuellen Gewinn bewertet.