ETF-Guide

Alles was du wissen musst

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein ETF bildet immer einen festgelegten Index ab.
  • Ein Index fasst bestimmte Aktien zusammen, die definierten Kriterien entsprechen.
  • Ein Beispiel: Der DAX 30 fasst die wertvollsten 30 Unternehmen Deutschlands zusammen. Wenn du nun einen ETF kaufst, der den DAX abbildet, investierst du in die Wertentwicklung genau dieser 30 Unternehmen.
  • Da ETFs völlig automatisiert verwaltet werden können, sind die laufenden Kosten für die Anleger deutlich geringer als bei aktiven Fonds
  • Schon mit geringen Beträgen kannst du dein Geld über viele verschiedene Länder und Unternehmen hinweg streuen​

1. Die Namen von ETFs verstehen

Die wichtigste Voraussetzung, um sich auf die Suche nach dem passenden ETF zu machen, besteht darin die Namen der verschiedenene ETFs einigermaßen zu verstehen. Sie scheinen auf den ersten Blick etwas kompliziert. Allerdings beschreibt der Name eines ETFs immer ziemlich genau, welchen Index der ETF abbildet. Um diesen immer ähnlichen Aufbau der Namen zu verstehen, erkläre ich die Struktur am besten anhand eines Beispiels:

iShares Core MSCI World UCITS ETF

iShares

ist die Gesellschaft, die den ETF aufgelegt hat und ihn für dich verwaltet. iShares ist eine Tochtergesellschaft der US-Unternehmens Blackrock.

Core

ist die iShares-interne Unterteilung von ETFs in bestimmte Produktpaletten

MSCI World

ist der abgebildete Index. Der MSCI World bildet die 1600 wertvollsten Unternehmen der 23 Industrienationen ab.

UCITS

ist eine Regulierung der EU, um Anleger zu schützen

2. Drei Kriterien zur Auswahl

Krisenverhalten

Gemeint st hier nicht wie stark der kurs in den letzten krisen abgestürzt ist, sondern eher ob und wie schnell er sich danach wieder erhohlt hat. Der Index sollte sich am besten nach mehreren Crashs, aber mindestens nach dem letzten Crash wieder auf sein vorheriges Niveau erholt haben.

Diversifizierung

Die Streuung eines ETfs reduziert das Risiko für den Anleger. Je breiter er gestreut ist desto weniger beeinflussen ihn die Entwicklungen einzelner Aktien. Der Index, der vom ETF abgebildet wird, sollte nicht nur auf eine Branche oder eine Region ausgerichtet sein, sondern aus unabhängigen Branchen bestehen und möglichst mehrere Länder und Kontinente umfassen.

Gebühren

Die Kosten sollten möglichst niedrig sein. Etwaige entstehende Kosten sind der Ausgabe- bzw. Rücknahmeaufschlag. Diese Kosten entstehen beim Kauf bzw. Verkauf. Des Weiteren gibt die TER (Total Expense Ratio) bei den Fonds Aufschluss über die jährlich insgesamt anfallenden laufenden Kosten sowie Verwaltungs- und Managementgebühren. Die richtige Seite zum Suchen

3. Welcher Anbieter hat welchen ETF

Um nun schließlich wirklich in deinen Fond investieren zu können, benötigst du ein Depot bei einem Broker. Ein Depot stellt dabei ein virtuelle Verwahrungsstelle für Aktien und Fonds dar. Der Broker ist der Händler, der es dir ermöglicht an der Börse zu handeln und für dich dieses Depot anbietet. Es gibt verschiedene Broker, die dir den Handel ermöglichen und eine unterschiedlich Auswahl an ETFs bieten, die du mit deinen vermögenswirksamen Leistungen besparen kannst

Entdecke hier die verschiedenen Anbieter!