Aktienfonds

Was ist ein Aktienfond?

Ein Aktienfond ist eine Ansammlung von verschiedenen Aktien Die Aktien können unterschiedlich große Anteile am Fond aus machen Dadurch setzt man auf die Entwicklung mehrere Unternehmen Dadurch werden sowohl die Risiken als auch die Chancen auf mehrere Unternehmen gestreut Er bietet eine vergleichsweise hohe Rendite Aber unterliegt auch Kursschwankungen und dem Risiko von Verluste

Aktive Fonds vs. Passive Fonds (ETFs)

Aktienfonds lassen sich durch verschiedene Merkmale klassifizieren. Unterschieden wird zum Beispiel nach den Branchen oder Ländern, aus denen die Aktien ausgewählt werden. Aber auch andere Kriterien wie hohe Dividenden oder die Nachhaltigkeit der Unternehmen werden von manchen Fonds berücksichtigt. Die wichtigste Unterscheidung liegt allerdings in der Art des Managements. Denn ein Fond kann entweder aktiv oder passiv gemanagt werden. Diese Klassifizierung wird dir im Folgenden erklärt 

Aktiver Fond

Ein aktiver Fond wird von einem Fondsmanager oder einem Team aus Fondsmanagern gemanagt. Sie entscheiden, aus welchen Aktien sich der Fond zusammensetzt. Meistens verfolgen die aktiv gemanagten Fonds dabei eine grobe Anlagestrategie, die zur Orientierung dient. Ihr oberstes Ziel ist natürlich stets eine möglichst hohe Rendite erzielen. Diese „hohe“ Rendite ist natürlich immer in Relation mit dem Risiko, das er Fond eingeht, zu sehen. Sie versuchen zukünftige Entwicklungen und die aktuelle Situation der Märkte richtig einzuschätzen und davon zu profitieren. Ob sie das erreichen hängt natürlich davon ab, wie gut ihre Entscheidungen sind.  Allerdings wollen die Fondsmanager für ihre Arbeit auch bezahlt werden. Deshalb sind die Gebühren für aktive Fonds deutlich höher. Dafür können sie aktiv auf Umstände an den Finanzmärkten reagieren und dadurch Verluste begrenzen und Gewinne erhöhen. Aber das funktioniert selbstverständlich nur, wenn sie den Markt besser als die meisten Anderen einschätzen, was sehr schwierig ist.  Um dir einen konkreteres Bild von Fonds nahezubringen, habe ich hier drei aktive Fonds ausgewählt und deren Anlagestrategie nach Branchen und Ländern eingeteilt. Außerdem bekommst du schon mal eine Vorstellung von   den entstehenden Kosten bei einer Anlage in aktive Fonds. 

Passiver Fond

Im Gegensatz dazu bedürfen passive Fonds keiner menschlichen Interaktion. Dadurch sind die Kosten hier deutlich geringer. Das ist der große Vorteil von passiven Fonds ist. 

Die weit verbreitetste Art von passiven Fonds sind ETFs (Exchange-Traded-Funds). Sie werden sogenannt, da sie täglich an der Börse gehandelt werden. Das ist für dich von Vorteil, da du sie stets für ihren aktuellen Wert kaufen und verkaufen kannst. Das heißt wenn du einen Fond siehst, in dessen Namen „ETF“ steht, kannst du davon ausgehen, dass es sich um einen passiven Fond handelt. Ein ETF bildet immer einen festgelegten Index ab. Ein Index fasst bestimmte Aktien zusammen, die definierten Kriterien entsprechen. 

Ein Beispiel: Der DAX 30 fasst die wertvollsten 30 Unternehmen Deutschlands zusammen. Wenn du nun einen ETF kaufst, der den DAX abbildet , investierst du in die Wertentwicklung genau dieser 30 Unternehmen.

 

Fazit: Aktive oder Passive Fonds

Warum ich passive Aktienfonds bevorzuge!

Der große Unterschied zwischen beiden Arten von Fonds besteht in den Kosten. Während die Kosten von passiven Fonds sich meistens zwischen 0% und 1% bewegen, können aktive Fonds gerne mal insgesamt 5% bis 8% an jährlichen Gebühren kosten. Das heißt diese zusätzlichen Kosten muss ein aktiver Fond jedes Jahr erstmal an höhere Rendite gegenüber dem passiven Fond erwirtschaften. Und genau das schaffen die wenigsten. Hier beschreibt eine Studie der Europäische Union, dass über alle Zeiträume der letzten 10 Jahre die passiven Fonds eine bessere Nettorendite erwirtschaftet haben. Nettorendite bezeichnet hierbei die Rendite abzüglich aller Kosten. Für die meisten aktiven Fonds wird immer ein Vergleichsindex definiert, an dessen Entwicklung sich der Fond misst. Über 80% aller aktiven Fonds schaffen es nicht diesen Vergleichsindex zu schlagen schreibt der ehemalige beste Fondsmanager Europas, Florian Homm, in seinem aktuellen Buch „Der Crash ist da!“.

Der Vorteil von aktiven Aktienfonds

Der Vorteil von aktiven Aktienfonds Einen Vorteil hat der aktive Fond jedoch. Denn dadurch, dass sie nicht an die Entwicklung und Zusammensetzung eines Index gebunden sind, können sie in Zeiten von fallenden Kursen, ihre Verluste begrenzen oder sogar profitieren. Vorausgesetzt also die Fondsmanager eines aktiven Fonds schätzen die zukünftige Entwicklung der Märkte richtig ein und ziehen die richtige Schlüsse daraus, kommen diese Fonds mit weniger Verlusten durch einen Börsencrash. Jedoch ist es wie bereits erwähnt extrem schwierig den Markt richtig einzuschätzen und Voraussagen zu treffen. Außerdem besparst du den Fond deiner Wahl monatlich, weshalb du bei sinkenden Kursen sogar günstiger die Anteile an dem Fond kaufen kannst. Deswegen ist es nicht grundsätzlich schlecht, wenn der Fond zeitweise an Wert verliert. Darauf gehe ich noch genauer im Abschnitt: Der Vorteil eines Sparplans: Cost-Average-Effekt ein. Zwar gibt es auch ETFs, die von fallenden Märkten profitieren aber da gerade die vermögenswirksamen Leistungen langfristig angelegt werden, ist das nicht besonders sinnvoll. Denn egal wie tief die Kurse in der Vergangenheit gefallen sind, haben sie sich auf lange Sicht (5-10 Jahre) immer wieder erholt. Aufgrund der Langfristigkeit der Anlage und der monatlichen Besparung kann der aktive Fond dem Vorteil von begrenzten Verlusten nicht wirklich ausspielen.

Hast du schon einen Favoriten? Wir helfen dir den passenden Fond zu finden

Zum aktiven Fond

Alles, was du wissen musst, um den passenden aktiven Fond auszuwählen

Zum ETF

Alles, was du wissen musst, um den passenden ETF zu finden